VCP Bundeslager 30.07 - 08.08.2026
Tag 1 – Donnerstag 30.07.
Am 30.07. machten wir uns auf den Weg zum VCP-Bundeslager „Ungeschrieben“ nach Almke nähe Wolfsburg. Bereits am Anfang standen wir schon vor der ersten Hürde. Während wir unsere Zelte aufbauten, traf uns der erste Sturm auf dem Lagerplatz. Dabei entstand ein Riss in unserem Jurten Dach und auch aus unseren geplanten Hochkohten wurden vorerst nur Kothen.
Tag 2 – Freitag 31.07.
Die am Vortag noch nicht fertiggestellten Zelte wurden umgebaut. Aus Kothen wurden wieder Hochkothen, und zudem wurde ein Aufenthaltszelt für unsere Kochgruppe errichtet. Zudem konnten wir uns zum ersten Mal auf dem Lagerplatz umsehen. Wir waren in den ersten Lager-Cafés und auch im F&F Shop. Danach fand endlich die offizielle Lagereröffnung statt. 5000 Pfadfinder versammelten sich an der Lagerbühne und wurden in die Geschichte des Lagers eingeführt. Es ging um eine alte Bibliothek mit ihren Geschichten, die sich von den Regeln und den typischen Genre Klitsches lösen möchte. Im Mittelpunkt stand ein magisches Portal, aus dem die Charaktere aus den Büchern herausgelesen werden konnten. Passend dazu gab unterschiedlichen Teillager mit ihren eigenen Geschichten. Wir waren im Teillager Mitternachtsflügel – das Gruselteillager. Es gab noch weitere Teillager wie Lokalkrimi, Lach- und Sachgeschichten oder Känguru-Chronikern.
Tag 3 – Samstag 01.08.
Am dritten Tag starteten die ersten Workshops. Unter anderem wurden die Workshops „Mut zur Bühne“ und Würfelbauen besucht. Auch in unserer Kochgruppe gab es noch einiges zu tun. Es wurden Müllstationen errichtet und gekocht. Der Abend wurde mit Volleyball und Federball beendet, bevor es für einige noch in die Oase ging.
Tag 4 – Sonntag 02.08.
Am Sonntagmorgen stand der Gottesdienst an. Dieser war nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für Externe, die uns im Rahmen des Besuchertags besucht haben. Dabei wurde uns von den Eltern unserer Sipplinge auch eine neue Dachplane für unsere Jurte mitgebracht, welche wir dann auch direkt ausgetauscht haben. Am Abend fand der Kleinkunstabend statt. Dabei konnten Leute ihr selbst geschrieben Gedichte präsentieren, singen oder lustige Sketche vorführen. Danach wurde bis spät in die Nacht in der Oase an Singerunden teilgenommen, bis die Sonne wieder aufging.
Tag 5 – Montag 03.08.
Am fünften Tagen hatten auch die Leiter Zeit, den Zeltplatz entspannt anzuschauen. Es wurden unterschiedlichen Cafés besucht, die aufwendigen Zeltbauten begutachtet und an einer Vorführung der Lagerfeuerwehr teilgenommen. Die Wüstenfüchse waren währenddessen beim nächsten Anspiel unseres Teillagers, von wo aus sie abgeholt und zum Eisessen bei der Lagereisdiele eingeladen wurden. Am Abend fand im bayrischen Teillager der Länderabend statt. Dafür haben sich alle bayrischen Regionen auf dem Lagermarktplatz versammelt und haben an unterschiedlichen Spielen Kinder gegen Leiter teilgenommen.
Tag 6 – Dienstag 04.08.
Am Dienstag ging es für die Kobras und einen Teil der Leiter auf die erste Exkursion. Wir fuhren nach Salzgitter zum Atommüllendlager „Konrad“. Dort entsteht das erste nach Atomrecht genehmigte Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Deutschland. Das ehemalige Eisenerzbergwerk wird dafür unter Leitung der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) umgebaut. Zwar durften wir den Schacht nicht begutachten, aber wir haben viel darüber erfahren: Standortfaktoren, wie funktioniert eine Einlagerung, Aufbau etc.
Am Abend fand der Vorentscheid des Singewettstreits statt. Dazu haben wir uns wieder auf dem Marktplatz des bayrischen Teillagers versammelt. Dort wurden dann die besten Auftritte gekürt, die sich für nächsten Abend auf der Hauptbühne qualifizierten. In der Nacht kam es dann die größte Hürde auf diesem Lager. Gegen 2:30 Uhr traf uns ein sehr starkes Unwetter, sodass das Lager in die verschiedenen Versorgungszelte evakuiert werden musste. Nachdem das Gewitter vorüber war, standen wir vor gerissenen Planen, einer eingestürzten Hochkothe sowie nassen Klamotten, Isomatten und Schlafsäcken. Doch all diese Probleme konnten gelöst werden. Isomatten und Schlafsäcke, die trocken geblieben waren wurden verteilt, Decken wurden organisiert und auch wenn es weniger war als erhofft, hat jeder ein bisschen Schlaf bekommen.
Tag 7 – Mittwoch 05.08.
Nach der Aufregung der vergangenen Nacht starteten wir später als gewöhnlich in den Tag, um den Schlaf so gut es geht auszunutzen. Vor allem der Nachmittag wurde dafür genutzt, die Gewitterschäden bestmöglich zu beseitigen. Kleidung und Material wurden getrocknet und die Zelte wieder errichtet. Währenddessen waren die Wüstenfüchse auf Exkursion und haben an einer Führung durch die Windmühle in Wendhausen teilgenommen. Dabei handelt es sich um die einzige betriebsfähige “Fünfflügelige” in Deutschland. Am Abend fand der Singewettstreit auf der Hauptbühne statt.
Tag 8 – Donnerstag 06.08.
Am achten Tag haben die Wüstenfüchse zusammen in das Teillager-Café „Bloody Duck“ besucht, haben Waffel gegessen und eine Runde Kniffel gespielt. Danach gingen die Wüstenfüchse und die Leiter zum F&F Shop und zum Minigolfen ins Begegnungscafé. Am Nachmittag fand das Großspiel statt, bei dem die Teilnehmer die Bibliothek füllen mussten. Dabei wurden „Bücher“ bemalt und mit Geschichten gefüllt. Am Abend nahmen wir an einem Pub-Quiz teil und ließen den Abend in der Oase ausklingen.
Tag 9 – Freitag 07.08.
Am letzten ganzen Tag wurde bereits viel für den Abbau vorbereitet. Die ersten Zelte wurden abgebaut und die Essenskisten sortiert. Trotzdem fanden noch verschiedene Workshops wie Kurzgeschichten schreiben oder Kettenreaktionen statt. Währenddessen nahmen die Leiter an einer Technikführung über den Zeltplatz teil und erfuhren dabei einiges über die logistischen Aufwände, wie Wasseranschlüsse, Kühlmöglichkeiten oder Stromversorgung. Später fand die große Lagerverabschiedung an der Hauptbühne statt. Die Geschichte wurde abgeschlossen und alle bildeten zusammen ein Abschlusskreis. Am Abend hat sich unser Stamm nochmal zu einem Stammesspieleabend in der Oase versammelt. Es wurde gemeinsam Kniffel und Wizard gespielt.
Tag 10 – Samstag 08.08.
Der Anreisetag begann früh. Die letzten Sachen wurden eingepackt, die Zelte wurden abgebaut und verstaut. Um 09:30 Uhr war alles verpackt und der erste Teil machte sich bereits auf den Weg zum Zug. Müde, aber mit vielen tollen Erinnerungen kamen wir am Nachmittag wieder in Schwaig an.